nur Wirtschaftstreffen statt Bildungskonferenz


17. Mai 2010

Bundes-Bildungsministerin Anette Schavan lud zur „Bologna-Konferenz“ nach Berlin – das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) kritisiert diese Konferenz

Statt mit Studierenden diskutiert die Bundesministerin bevorzugt mit den diversen eingeladenen Unternehmer_innen. So inszeniert die Ministerin ein Wirtschafts- und Funktionär_innentreffen als Konferenz mit den Protestierenden.



„Die Einladung von nur zwei Protestierenden zeigt, wie ernst Schavan das Diskussionsangebot meint. Während in Hessen die Bildung zusammengekürzt wird, inszeniert die Bundesministerin eine Bologna-Konferenz, auf der die Ergebnisse schon im Vorfeld durch inhaltslose Positionspapiere feststehen“, kritisiert Alexander Lang, Sprecher des ABS.

Die Verbesserung des Bildungssystems und der Abschlüsse für die Anforderungen der Wirtschaft war das zentrale Anliegen vieler Konferenzteilnehmer_innen. Eklatante Probleme wie die soziale Selektivität im Bildungssystem wurden nicht angesprochen. Die Ankündigung Schavans, im Mai 2011 über die Lehre zu diskutieren, ist angesichts der aktuellen Probleme völlig verfehlt.

„Dass Schavan in ihren Abschlussworten von einem „Konsens der Konferenz“ spricht, zeigt offensichtlich den Stil und die Funktion der Konferenz: Statt wirklich zu diskutieren, wird die Position Schavans als Konsens dargestellt, kritische Stimmen werden komplett ausgeblendet“, kritisiert Christina Schrandt, ebenfalls Sprecherin des ABS. „Es wird Zeit, dass die Politiker_innen von ihrem hohen Ross herunter kommen und ernsthafte Diskussionen mit den lokalen Protestgruppen beginnen!“

Sie erreichen die GeschäftsführerInnen Christina Schrandt unter 0163 – 759 084 2 und Alexander Lang unter 0163 - 759 084 1 oder per Email an abs@studis.de.



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