Kraft ohne Konzept
07. Mai 2010
SPD-Aussagen zur Abschaffung der Studiengebühren unglaubwürdig
Die SPD NRW bleibt weiterhin bei der Aussage, bei einer Regierungsbeteiligung in NRW die schrittweise bis 2013 abschaffen zu wollen. Doch bei gezielten Fragen nach diesem Konzept wie auch dessen Umsetzung, bleiben die Antworten nicht nur aus. Es ist regelrecht still um Frau Kraft und die SPD NRW, was das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) scharf kritisiert.
Momentan ist die die Entscheidung über Studiengebühren den Hochschulen überlassen, was faktisch heißt, dass nahezu alle Studiengebühren von 500€ erheben. So nimmt die Uni Köln 500 € und die Uni Münster 275 €, während der Hochschulzugang an der Fachhochschule Düsseldorf weiterhin gebührenfrei ist.
„Für uns ist es daher unerklärlich, wie ein Konzept der schrittweisen Abschaffung mit Ausgleichszahlungen in NRW umgesetzt werden sollen. Werden dann Hochschulen, die bisher keine Studiengebühren erhoben haben, nachträglich dafür bestraft? Die SPD NRW verwehrt uns dazu jegliche Antwort,“ stellt Christina Schrandt, Sprecherin des ABS, klar.
„Wir fordern ein klares Bekenntnis zur sofortigen Abschaffung der Studiengebühren in NRW, wie es der SPD-Parteitag beschlossen hat!“ erläutert Alexander Lang, ebenfalls Sprecher des ABS. „Ein Viertel aller Studierenden ist in NRW eingeschrieben. Die künftige Studiengebührensituation in NRW ist damit wegweisend für alle anderen Länder. Nach Hessen und dem Saarland wäre NRW das dritte Bundesland, das die unsozialen Gebühren wieder abschafft“ so Lang abschließend.
Sie erreichen die GeschäftsführerInnen Alexander Lang unter 0163 - 759 084 1 und Christina Schrandt unter 0163 – 759 084 2 oder per Email an abs@studis.de.

