KEINE Stimme ohne uns! - Für eine demokratische Bildungspolitik!
24. November 2009
Anlässlich der heutigen Vollversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Leipzig fordert das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) und der StuRa der Uni Leipzig eine umfassende Demokratisierung der Bildungspolitik
Die HRK beschreibt sich selbst als die “Stimme der Hochschulen”, obwohl sie weder demokratisch noch legitimiert ist. Studierende und andere Mitglieder der Hochschulen haben keinerlei Einfluss auf die Positionen und Beschlüsse der HRK, stattdessen legen die RektorInnen die Position der Hochschulen alleine fest.
“Wir lehnen die Hochschulrektorenkonferenz deshalb als Interessenvertretung der Hochschulen grundsätzlich ab. Eine solch undemokratische und unlegitimierte Struktur sollte keinerlei politischen Einfluss haben. Leider ist das Gegenteil der Fall: Die HRK gestaltet die deutsche Hochschulpolitik maßgeblich durch Empfehlungen und gemeinsame Positionierungen mit der Kultusministerkonferenz”, kritisiert Alexander Lang, Sprecher des Aktionsbündnis gegen Studiengebühren.
Zudem setzt sich die HRK als Lobbygruppe aktiv für Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen ein. Zusammen mit der Bertelsmann-Stiftung betreibt die HRK das “Zentrum für Hochschulentwicklung” (CHE). Über das Leitbild der “entfesselten Hochschule” macht sich das CHE vor allem für die Ökonomisierung und Privatisierung der Bildung stark.
“Ohne den Rückhalt der Hochschulmitglieder unterstützt und fördert die HRK ein selektives, wirtschaftsorientiertes Bildungssystem. Deshalb lehnen wir auch die Inhalte der HRK ab und fordern stattdessen freie, kostenlose Bildung für alle. Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen verstärken die Selektivität im Bildungssystem und stellen für viele Studiumsinteressierte unüberwindbare Hürden dar. So wird Bildung faktisch verhindert statt gefördert”, so Annika Schindelharz vom Referat für Öffentlichkeitsarbeit des StuRa der Uni Leipzig.
“Wir unterstützen deshalb die heutige Demonstration zur Vollversammlung der HRK und solidarisieren uns mit den BesetzerInnen des Leipziger Rektorats”, erklärt Alexander Lang für das ABS und den StuRa abschließend.
Sie erreichen Alexander Lang (ABS) unter 0163 - 759 084 1 und Annika Schindelharz (StuRa Uni Leipzig) unter 0163 - 626 587 7 oder per Email an abs@studis.de bzw. roef@stura.uni-leipzig.de

