Das ABS ruft zu seiner Kundgebung auf: "Erhebt eure Stimme gegen die „Kultusministerkonferenz“ (KMK) in Bonn!"
10. Dezember 2009
Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren beteiligt sich an den Protesten gegen die Kultusminsterkonferenz und lädt heute ab 11:30 Uhr zur Teilnahme an seiner Kundgebung, die auf der Kreuzung Mittelstraße/Kenndedy-Allee stattfinden wird, ein.
Die KMK ist ein Zusammentreffen der Kultusminister_innen aller 16 Bundesländer. Sie haben eine zentrale Entscheidungsgewalt im Bildungsbereich - ihre Politik bestimmt den Alltag von Millionen Schüler_innen, Studierenden und Auszubildenden. Diese Politik ist eine Chronik von Verschlechterungen und Problemen hin zu einem völlig privatisierten und ökonomisierten Bildungssystem. Der Abbau von demokratischer Mitbestimmung an Hochschulen, die Einführung von Studiengebühren, das Bachelor/Master-System, das Festhalten an einem unsozialen Schulsystem und das Wegkürzen des 13. Schuljahres („G8“) - all das sind Teilaspekte einer verfehlten Bildungspolitik.
„Entscheidungen im Bildungsbereich müssen in einem basisdemokratischen, emanzipatorischen Prozess durch alle Beteiligten an den einzelnen Bildungseinrichtungen getroffen werden,“ erklärt Alexander Lang, Sprecher des ABS. „Minister_innen, die alles von „oben“ regeln, sind dort fehl am Platz,“ so Lang weiter.
Weiter steht Bildungspolitik in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext – die Missstände im Bildungssystem sind Teil einer Entwicklung, die sich in allen Bereichen zeigt: die Ausrichtung unserer Gesellschaft an wirtschaftlichen Interessen. Mit vermeintlichen Sachzwängen und Standortlogik begründet, werden Bildungs- wie Sozialausgaben immer weiter gekürzt. Soziale Risiken werden privatisiert und damit auf jede_n Einzelne_n übertragen.
„ Wir fordern die Kultusminister_innen auf, sich mit den Forderungen der Schüler_innen, Auszubildenden und Studierenden auseinanderzusetzen“ verlangt Christina Schrandt, ebenfalls Sprecherin des Bündnisses. Zu den Forderungen gehören die Gebührenfreiheit an allen Bildungseinrichtungen, selbsbestimmtes Lernen, Demokratisierung der Bildungseinrichtungen und eine öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflußnahme der Wirtschaft.
"Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren ruft zum aktiven Protest und zur Teilnahme an seiner Kundgebung auf," so Schrandt weiter.
Sie erreichen die GeschäftsführerInnen Alexander Lang unter 0163 - 759 084 1 und Christina Schrandt unter 0163 – 759 084 2 oder per Email an abs@studis.de.

