Wir fordern:

die grundsätzliche individuelle Kostenfreiheit für alle weiterführenden Bildungswege. Dies bezieht sich nicht nur auf die Ablehnung der direkten Erhebung von Studiengebühren, sondern auch auf alle Modelle von Bildungsgutscheinen und privatem Bildungssparen.

Zwangsexmatrikulationen in Köln

26.08.2011 - 07:35 Uhr

Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) stellt sich nachdrücklich gegen die aktuelle Entscheidung der Universität zu Köln, 32 Studierende aus Diplom- und Magisterstudiengängen zu exmatrikulieren. Das ABS setzt sich für den freien Zugang zu Bildung ein - eine Zwangsexmatrikulationspraxis steht dem diametral entgegen.

Insbesondere kritisiert das ABS die Zwangsexmatrikulation als Repressionsinstrument gegen politisches Engagement. "Gerade bei dem vorliegenden Fall an der Uni Köln drängt sich der Eindruck auf, dass es sich von professoraler Seite um eine Retourkutsche für die erfolgreiche Abschaffung der Studiengebühren in NRW handelt. Einige der betroffenen Studierenden waren in den Protesten für freie Bildung in NRW öffentlichkeitswirksam aktiv und haben so zur Abschaffung beigetragen.", bemerkt Nadine Berger.

Dabei kann die Notwendigkeit politischen Engagements nicht kleingeredet werden. "Gesellschaftlicher Fortschritt stellt sich nicht von alleine ein, sondern bedarf immer engagierter Menschen, die sich hierfür einsetzen. Die Abschaffung der Studiengebühren in NRW ist dafür ein Paradebeispiel. Solches Engagement müssen die Hochschulen ermöglichen und fördern, nicht behindern!", so Berger weiter.

Für einen solch beispielhaften Einsatz sind zudem im Hochschulrahmengesetz Schutzbestimmungen festgeschrieben, die in Köln vollkommen ignoriert werden. "Wir müssen annehmen, dass hier politische Differenzen bezüglich der Studiengebührenabschaffung nun im Nachhinein auf einer anderen Ebene ausgefochten werden sollen. Deshalb verurteilen wir jegliche Form von Zwangsexmatrikulationen - in Köln und anderswo", stellt Nadine Berger abschließend fest.





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