Wir fordern:

die grundsätzliche individuelle Kostenfreiheit für alle weiterführenden Bildungswege. Dies bezieht sich nicht nur auf die Ablehnung der direkten Erhebung von Studiengebühren, sondern auch auf alle Modelle von Bildungsgutscheinen und privatem Bildungssparen.

Niedersachsen: es ist Zeit für emanzipatorische Bildungspolitik

20.02.2013 - 09:35 Uhr

Pressemitteilung des Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS)

Niedersachsen: es ist Zeit für emanzipatorische Bildungspolitik


Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) erwartet, dass die neue niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic die emanzipatorische Hochschulpolitik umsetzt, mit der sie noch im Wahlkampf geworben hat.


Im Wahlkampf war für SPD und Grüne klar, dass sie das Bildungssystem öffnen und daher alle Bildungshürden konsequent abbauen wollen. Für die Bürgerinnen und Bürger – also Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten, Familienmitglieder, Seniorinnen und Senioren - war dieses mitunter eines der Hauptkriterien für ihre Stimmabgabe am Tage der Landtagswahl.

Nicht mal einen Monat danach sind die eigenen Forderungen bereits beim Verfassen wie auch Abstimmen ihres rot grünen Koalitionsvertrages längst vergessen.


Sie schreiben, dass sie die Bildungshürden abbauen wollen, jedoch reicht es nicht aus, nur die allgemeinen Studiengebühren abzuschaffen. Sie leben in einem Bundesland, in denen es unwahrscheinlich viele Gebühren gibt und dementsprechend umso mehr Menschen persönlich trifft. Denn bisher ist es der niedersächsischen Hochschulpolitik wichtig gewesen, immer noch eine Hürde mehr aufzubauen und einen immer unüberwindbareren Zaun um die Hochschulbildung zu setzen.


Immer wieder haben Sie, Frau Heinen Kljajic, in ihrer bisherigen politischen Laufbahn betont, wie wichtig es ist, dass auch ältere Menschen an dem kulturellen Leben teilhaben können. Doch wie können sie dieses mit dem Bestehen lassen von SeniorInnengebühren vereinbaren?


Wie können sie sich für Erwachsenenbildung und das lebenslange Lernen einsetzen und gleichzeitig, den Hochschulen weiterhin ermöglichen von Studierenden Langzeit und kostendeckende Weiterbildungsgebühren zu erheben?


(Hochschul-)Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und betrifft alle Menschen. Sobald Gebühren erhoben werden, wird es Menschen finanziell treffen oder gar ganz ausgrenzen. Dieses beginnt bereits mit der Erhebung von einem Verwaltungskostenbeitrag und mündet ehe wir uns versehen in kostendeckende Studiengebühren.


Ministerin Heinen-Kljajic, das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren fordert sie auf, konsequent emanzipatorische Politik umzusetzen und allen Studiengebühren ein Ende zu setzen. Die Paragraphen 11 bis einschließlich 14 müssen aus dem Hochschulgesetz gestrichen werden.


Lassen sie die Stimmen der Wählerinnen und Wählern nicht Lügen strafen und ebnen sie der Chancengleichheit den Weg!

 Aktionsbündnis gegen Studiengebühren
Wöhlertstr. 19
10115 Berlin

Telefon:
kurt Stiegler- 0178-1360870

E-Mail: presse@abs-bund.de





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