Wir fordern:

die grundsätzliche individuelle Kostenfreiheit für alle weiterführenden Bildungswege. Dies bezieht sich nicht nur auf die Ablehnung der direkten Erhebung von Studiengebühren, sondern auch auf alle Modelle von Bildungsgutscheinen und privatem Bildungssparen.

Studiengebühren in Saarbrücken nein danke!

11.06.2015 - 07:01 Uhr

Laut Bericht der Saarbrücker Zeitung vom 9. Juni 2015 plant das Unipräsidium der Uni Langzeit- und Zweitstudiengebühren in Höhe von 400 € sowie einen Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 50 €. Alle diese Studiengebühren sind unsozial und widersprechen dem Recht auf freie Bildung.

Es  ist scheinheilig von der Landesregierung des Saarlandes, sich erst aus der Finanzierung der Hochschule heraus zu ziehen und dann völlig unschuldig zu behaupten: Ihr könnt ja Studiengebühren einführen. An der Unterfinanzierung der Hochschule in Saarbrücken werden die Gebühren nichts ändern, im Gegenteil sie werden zu einem weiteren Rückzug des Staates aus der öffentlichen Finanzierung von Hochschulbildung führen.

Niemand braucht eine Profilbildung der Hochschule, sondern alle Studierenden und Mitarbeiter*innen brauchen einen Ort an dem sie in Ruhe forschen und lernen können.

Die  Campusmaut hält vom Studium ab, unabhängig davon für wen oder was sie erhoben wird. Studierende und Mitarbeiter dürfen nicht zum Verwertungsobjekt in der  unternehmerischen Hochschule werden. "Es bleibt unsere gesamtgesellschaftliche Aufgabe Studiengebühren abzuschaffen hier und überall. Das Volksbegehren in Bayern zu  Studiengebühren hat in beeindruckender Weise belegt, dass niemand  Studiengebühren will, wann  begreifen dass auch Politikerinnen?" fragt Kurt Stiegler, vom Aktionsbündnis gegen Studiengebühren(ABS).


Das  Aktionsbündnis gegen Studiengebühren solidarisiert sich mit den  protestierenden Studierenden und Mitarbeiter*innen, die gegen die massiven  Sparpläne der Landesregierung kämpfen. Es bleibt die Aufgabe der Landespolitiker*innen endlich für eine ausreichende Finanzierung der  Hochschulen zu sorgen - diese muss ohne jede Form von Bildunggebühren  auskommen. Geld ist genug da, die Frage ist nur wie es verteilt wird. Wir  brauchen ein sozial gerechtes Steuersystem damit sich alle an der  Finanzierung des Bildungssystems beteiligen, egal ob diese studiert haben oder nicht.

Das  Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) ist ein Zusammenschluss vieler hochschulnaher Gruppen wie der GEW, dem BdWi, politische Jugend- und Hochschulorganisationen, sowie einem Großteil der Studierendenvertretungen der Hochschulen in Deutschland. Zentrale Ziele des Bündnisses sind die Abschaffung sämtlicher Bildungsgebühren, sowie ein Paradigmenwechsel hin zu einer Hochschule, deren oberstes Ziel emanzipatorische Bildung ist.

Kontakt:

Aktionsbündnis gegen Studiengebühren
Wöhlertstr. 19
10115 Berlin

Telefon:
Kurt Stiegler - 0178 / 136 08 70

E-Mail: presse@abs-bund.de

Homepage: http://www.abs-bund.de





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