Wir fordern:

die grundsätzliche individuelle Kostenfreiheit für alle weiterführenden Bildungswege. Dies bezieht sich nicht nur auf die Ablehnung der direkten Erhebung von Studiengebühren, sondern auch auf alle Modelle von Bildungsgutscheinen und privatem Bildungssparen.

Proteste in 5 Städten gegen Studiengebühren

29.04.2017 - 22:27 Uhr

Gleich in mehreren Baden-Württembergischen Städten haben am heutigen Samstag Proteste gegen Studiengebühren für ausländische Studierende stattgefunden. Rund 2000 Personen demonstrierten in Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Konstanz und Heidelberg gegen das aktuelle Gesetzesvorhaben der schwarz-grünen Landesregierung.


„In Zeiten zunehmender Fremdenfeindlichkeit war es uns wichtig, zu zeigen, dass wir als Studierende zu unseren internationalen Kommilitonen halten“, betont Sarah Graf, AStA-Vorsitzende der Universität Hohenheim. Die lokalen Studierendenschaften zeigen sich als Veranstalter mit dem Aktionstag insgesamt sehr zufrieden. Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen riefen die Studierenden Slogans wie „No border, no nation, free education“ – keine Grenzen, keine Nation, für freie Bildung.


Neben Kurt Stiegler vom Aktionsbündnis gegen Bildungs- und Studiengebühren (ABS) gab es in Stuttgart unter anderem Redebeiträge, von der IG-Metall, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), dem Netzwerk für Bunte freie Bildung, einer Vertreterin der SPD, einer Stadträtin von Die Linke Reutlingen sowie von Olga Boyarintseva, einer russischen Studentin aus der Fachschaft „Economy“ an der Universität Hohenheim. Sie betonte, dass es hier nicht um eine abstrakte Sache gehe, sondern um konkrete Lebenswege von Menschen wie ihr, die man „nicht einfach aufs Spiel setzen sollte.“ Sie habe bereits jetzt zwei Jobs als Hilfskraft und die für sie unstemmbaren Gebühren in Höhe von 1500 Euro pro Semester wären das endgültige Aus für ihr Studium.


Die stellvertretende Vorsitzende des Flüchtlingsrats, Bärbel Mauch, hat in ihrer Rede darauf hingewiesen, dass nicht alle Geflüchteten von den Gebühren befreit würden, so wie es die Landesregierung und Medien immer wieder darstellen. Denn nur Geflüchtete mit einer gesicherten Bleibeperspektive seien ausgenommen. Das bedeutet, diejenigen, bei deren Herkunftsländern die Anerkennungsquote von Asylanträgen unter 50 Prozent liege, müssten die Gebühren zahlen.


Im Vorfeld hatte der Versammlungsleiter mit der Polizei vereinbart, dass diese sich zurückhält, da gerade internationale Studierende in ihren Heimatländern schlechte Erfahrungen mit der Polizei gemacht haben könnten. Sie als Betroffene sollten sich bei den Demonstrationen wohlfühlen. Dieser Plan ging auf, der gesamte Aktionstag sei friedlich verlaufen. Auch die Rapper Körpa Klauz und Simtschuk vom Label „Guave-Musik“ sorgten für eine entspannte Stimmung.


Zum Abschluss des Tages forderte das Präsidium der Baden-Württembergischen Studierendenschaften (LAK) die Landtagspräsidenten, Muhterem Aras, auf, die Petition gegen Studiengebühren, welche fast 15000 Stimmen erhalten hatte, am 2. Mai anzunehmen.


Ob in Stuttgart, Karlsruhe, Heidelberg, Konstanz oder Freiburg:

Freie Bildung für alle und zwar sofort!



Fotos im Anhang dieser Email mit der freundlichen Genehmigung des ABS zum Abdruck in der Presse:


Bildunterschrift Foto 1: Demonstrationszug in Stuttgart, „Studiengebühren – Ohne uns!“ Foto: Kurt Stiegler


Bildunterschrift Foto 2: Demonstrationszug in Stuttgart. Foto: Kurt Stiegler


Bildunterschrift Foto 3: Demonstrationszug in Freiburg. Foto: Studierendenrat Universität Freiburg


 


Informationen und Kontakt:


Aktionsbündnis gegen Bildungs- und Studiengebühren (ABS)

Kurt Stiegler (Koordinator)

Wöhlertstraße 19

10115 Berlin

Email: presse[at]abs-bund.de

Telefon: 0178-1360870






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