Wir fordern:

die grundsätzliche individuelle Kostenfreiheit für alle weiterführenden Bildungswege. Dies bezieht sich nicht nur auf die Ablehnung der direkten Erhebung von Studiengebühren, sondern auch auf alle Modelle von Bildungsgutscheinen und privatem Bildungssparen.

Newsletter ABS Oktober 2016

06.10.2016 - 23:15 Uhr

Solidarität mit den Studierenden in der Republik Irland

Die irische Studierendenvereinigung USI wehrt sich aktuell gegen die Pläne der Dubliner Regierung die Studiengebühren in Höhe von 3.000 € jährlich auf 5.600 € zu erhöhen.
Die irischen Studierenden lehnen in ihrer Forderung Studiengebühren für ein Erststudium ab, fordern darüber hinaus ein stärkeres Engagement des Staates um die Finanzierungslücke des Hochschulsystems in der Republik zu schließen.
Darüber hinaus kritisieren sie, dass bereits unter den jetzigen Bedingungen eine Schuldenlast von
durchschnittlich 20.000 € für jeden Studierenden nach Beendigung des Erststudiums zu bewältigen sei.
Bis zur entscheidenden Sitzung des irischen Parlaments über einen Gesetzesentwurf zur Erhöhung der Studiengebühren, noch im Oktober 2016, appellieren die irischen Studierendenverbände SIPTU, IMPACT, TUI, IFUT und das National Youth Council of Ireland (NYCI) an die Studierenden in Europa sich mit Ihnen zu solidarisieren und beim irischen Parlament sowie bei der jetzigen irischen Regierung gegen diese Pläne zu protestieren. Für weitere Informationen verweisen wir auf url: usi.ie.educationis und Follow: #EducationIs Campaign.
Wer sich darüber informieren möchte, wie 'neoliberal' die diesbezügliche Debatte in der irischen Öffentlichkeit wahrgenommen wird, der kann sich gerne den Artikel in der 'Irish Times' aus Dublin vom 28.5. 2016 zu Gemüte führen
www.irishtimes.com/news/politics/call-for-third-level-students-to-pay-more-than-4-000-a-year-1.2663721

Prozeß gegen Studiengebühren für Internationale Studierende

Am 25.10. 2016 beginnt die mündliche Verhandlung über die (generelle) Zu- oder Unzulässigkeit von Studiengebühren für Internationale Studierende. Sie wird vor dem Verwaltungsgericht Leipzig in Sachsen verhandelt. Die Verhandlung findet ab 13 Uhr im Sitzungssaal 1 des Gerichts, Rathenaustraße 40, statt. Wer Zeit hat, sollte da hinfahren.
Das ABS und viele Studierendenvertretungen unterstützen und unterstützten die dortige Klägerin
seit langem. Bundesweite bzw. Baden-Württembergische Relevanz hat dieser Prozeß sehr wohl. Denn die Wissenschaftsministerin in Baden-Württemberg, Thersia Bauer, konkretisierte ihre Studiengebührenpläne für Internationale Studierende nach den letzten Landtagswahlen bereits in der Haushaltskommission der neuen grün-schwarzen Landesregierung. Im dortigen Kabinett sollen sie bereits am 18.10. 2016 beschlossen werden, obwohl das Musterverfahren in Sachsen noch nicht einmal seinen ersten Verhandlungstag erlebt hat.
Besonders zynisch ist die folgende Behauptung von Frau Bauer von Anfang Oktober dieses Jahres: "Klar ist: Diejenigen, die nur zu uns kommen, weil es in Deutschland billig ist, die werden wir verlieren".
Für diese Frau Bauer scheint wohl festzustehen, dass nur Kinder aus reichem 'Elternhaus'
in Deutschland bzw. Baden-Württemberg studieren sollen. Menschen, die trotz zahlreicher anderer
Hürden nach Deutschland kommen, um sich hier durch ihr Studium zu 'beißen', sind eigentlich zu
bewundern, für diese Frau aber offensichtlich unerwünscht. Wer sich diese skandalöse Entwicklung in Baden-Württemberg vor Augen führen möchte, dem empfehlen wir aktuell unter folgendem Blog nachzulesen www.jmwiarda.de/2016/10/06/vorsto%C3%9F-von-theresia-bauer-baden-w%C3%BCrttemberg-will-internationale-studenten-geb%C3%BChren-zahlen-lassen/





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