Wir fordern:

die grundsätzliche individuelle Kostenfreiheit für alle weiterführenden Bildungswege. Dies bezieht sich nicht nur auf die Ablehnung der direkten Erhebung von Studiengebühren, sondern auch auf alle Modelle von Bildungsgutscheinen und privatem Bildungssparen.

Gegen neue Studiengebühren: ABS unterstützt Forderung Freiburger Studierender

17.12.2016 - 16:35 Uhr

Gegen neue Studiengebühren: ABS unterstützt Forderung Freiburger Studierender

Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) teilt die Kritik an der Wiedereinführung von Studiengebühren, die diese Woche lautstark in Freiburg vorgetragen wurde. Dort wurde am Mittwoch Abend nach einer Vollversammlung der Studierenden der größte Hörsaal der Universität zeitweilig besetzt. Die Studierenden fordern, dass die Gebührenpläne sofort gestoppt werden. Die Baden-Württembergische Landesregierung hatte zuvor einen Gesetzesentwurf über Studiengebühren in Höhe von 1500 Euro pro Semester für Nicht-EU-Ausländer_innen und Zweitstudiengebühren eingebracht.

„Wir freuen uns, dass der Protest an Schwung gewinnt und auch die betroffenen Menschen dadurch sichtbar werden“, so Kurt Stiegler, Koordinator des ABS, das die schwarz-grüne Landesregierung bereits seit längerem immer wieder öffentlich kritisiert hatte. „Wissenschaftsministerin Bauer sollte endlich einsehen, dass die Gebühren extrem ausgrenzend sind und ausländische Studierende systematisch aus Baden-Württemberg vertreiben würde. Eine fortschrittliche Hochschul- und Haushaltspolitik sieht anders aus“, so Stiegler weiter. „Auch das Argument, es müsse gespart werden, ist bei Baden-Württembergs sprudelnden Steuereinnahmen und dem Haushaltsüberschuss eine dreiste Lüge.“ In einer Pressemitteilung vom 8. Oktober bezeichnete das ABS die Sparpläne bereits als „selbst auferlegt und ideologisch motiviert: Diese Privatisierungspolitik zwingt Menschen zunehmend in die Eigenverantwortung und entlässt die Gesellschaft aus der Pflicht“. Kurt Stiegler, der hinter den Plänen die Absicht vemutet, dass langfristig auch für alle anderen wieder Gebühren eingeführt werden sollen, ruft deswegen neben den Betroffenen „unbedingt auch Unterstützer_innen dazu auf zu protestieren, bis die Gebührenpläne endgültig vom Tisch sind“.

Das ABS setzt sich bereits seit über 15 Jahren gegen jegliche Bildungsgebühren ein und begrüßt, dass sich derzeit so viele Menschen aktiv dagegen stellen. Wir wünschen den Kommiliton_innen in Baden-Württemberg dabei viel Erfolg und stehen auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.


Kontakt:

Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS)
Kurt Stiegler (Koordinator)
Wöhlertstraße 19
10115 Berlin
Email: presse[at]abs-bund.de
Telefon: 0178-1360870





nach oben Copyright 2010 ABS - Aktionsbündnis gegen Studiengebühren