Wir fordern:

die grundsätzliche individuelle Kostenfreiheit für alle weiterführenden Bildungswege. Dies bezieht sich nicht nur auf die Ablehnung der direkten Erhebung von Studiengebühren, sondern auch auf alle Modelle von Bildungsgutscheinen und privatem Bildungssparen.

Gegen Bildungsgebühren auf die Straße! +++ Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) solidarisiert sich mit „Lernfabriken ...meutern!“

20.05.2015 - 07:07 Uhr

Pressemitteilung des Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS)


Wenn heute in Hannover Schüler*innen und Studierende unter dem Motto „Lernfabriken ...meutern!“ auf die Straße gehen, dann mit gutem Grund. Bildung ist massiv unterfinanziert. Drohende Schließungen von Fachbereichen an einzelnen Universitäten oder universitäre Lehre, die mehr als hälftig von studentischen Tutor*innen und wissenschaftlichen Hilfskräften geleistet wird, zeigt dies nur allzu klar.

Das ABS macht jedoch deutlich: Bildungsgebühren sind der falsche Weg aus der Misere! Bildung ist ein Menschenrecht und dessen Finanzierung muss öffentlich gesichert werden. Studien- und andere Bildungsgebühren verstärken die soziale Selektion im Bildungssystem und schließen so Menschen von Bildung aus, anstatt sie zu unterstützen.

Kurt Stiegler (ABS): „Es gibt immer noch Studiengebühren für Nicht-EU-Studierende, Langzeitstudiengebühren und weitere Bildungsgebühren wie den Verwaltungskostenbeitrag, welche die soziale Selektion weiterhin künstlich maximieren. Die zugrunde gelegte Argumentation für Studiengebühren für ausländische Studierende beruht auf dem rassistischen Klischee, dass ausländische Studierende das deutsche Bildungssystem ausnutzen und belasten würden.“

Aktuell unterstützt das ABS deshalb die Klage einer Nicht-EU-Bürgerin in Leipzig an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" (HMT) gegen ihre Studiengebühren. Das Urteil des Verwaltungsgerichts könnte richtungsweisend in dieser Hinsicht sein, da Baden-Württemberg die Einführung von Studiengebühren für Nicht-EU-Studierende ebenfalls überlegt. Ein zuvor im Auftrag des ABS erstelltes Rechtsgutachten beurteilte diese Sondergebühren bereits als rechtswidrig. Aktuell kann mit der Planung oder Schaffung von weiterbildenden (Exzellenz-)Master-Studiengängen wie zur Zeit in Köln mit horrenden Gebühren bis zu 45.000 Euro sogar ein Trend beobachtet werden, der wieder neue Studiengebühren schafft.

„Gebühren für weiterbildende Studiengänge sind genauso ungerecht und gehören ebenso abgeschafft wie allgemeine Studiengebühren“, so Holger Rosebrock vom ABS/AStA Uni Frankfurt. „Das ABS ist solidarisch mit den Demonstrierenden gegen ökonomisierte Bildung. Für ein solidarisches und offenes Bildungssystem müssen unternehmerische Prinzipien möglichst weit von diesem fern gehalten werden.“
Kontakt:

Aktionsbündnis gegen Studiengebühren
Wöhlertstr. 19
10115 Berlin

Telefon:
Kurt Stiegler - 0178 / 136 08 70

E-Mail: presse@abs-bund.de

Homepage: http://www.abs-bund.de





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