Rss  RSS 2.0: News

Buch: 10 Jahre ABS - Jetzt bestellen und lesen!

14. 07. 2010

Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) ist nicht nur eines der größten - und noch ständig wachsenden - bildungspolitischen Bündnisse des Landes, sondern mittlerweile schon zehn Jahre alt. Es hat in dieser Zeitspanne Niederlagen erlitten, etwa die Aufhebung des bundesgesetzlichen Verbotes von Studiengebühren, und zu Teilerfolgen wie ihrer parlamentarischen Abschaffung in Hessen beigetragen.

So ist das zehnjährige Jubiläum des ABS ein geeigneter Anlass, um durch unterschiedliche Autorinnen und Autoren, welche dem ABS mehr oder weniger politisch eng verbunden waren, alle politischen, sozialen, juristischen, intellektuellen - manchmal auch komischen - Facetten des Kampfes um Studiengebühren zu beleuchten. Daraus ist ein durchaus auch (selbst-)kritischer Rückblick geworden, der zugleich Ausblicke und Perspektiven inspiriert.

 

Bestellen könnt ihr dieses Buch unter:

http://www.bdwi.de/verlag/gesamtkatalog/1771954.html


NRW: Gib auch Du Dein Votum gegen Studiengebühren und für freie Bildung ab!

04. 07. 2010

Unter dem Motto „Linke Mehrheit im Landtag nutzen: Studiengebühren abschaffen“ will das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren gemeinsam mit dem Landes-ASten-Treffen NRW die linke Mehrheit im nordrhein-westfälischen Landtag noch einmal dazu aufrufen ihren Wahlversprechen nachzukommen und Studiengebühren in NRW jetzt und sofort abzuschaffen.

 

Neben eines Wanderbanners besteht die Kampagne aus einer Unterschriftenaktion, an der sich alle beteiligen können. Die Postkarte zur Teilnahme bekommt ihr bei euren ASten. Ziel ist es die unterschriebenen Karten am 13. Juli 2010 der linken Mehrheit im nordrhein-westfälishcen Landtag zu übergeben und sie an ihre Wahlversprechen zu erinnern.


Weitere Infos zur Kampagne findest du unter:

http://gebuehrenfrei.wordpress.com/

 


aktuelle Materialien des ABS - jetzt bestellen!

02. 03. 2010

das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) hat einige neue
Materialien, die ihr gerne bestellen und bei euch vor Ort verteilen
könnt...

 

Massenzeitung:

Natürlich gibt es für das Sommersemester 2010 auch eine bundesweite Massenzeitung. Diese
zeigt die aktuelle Gebührenlage in Deutschland. Darüberhinaus gibt es den Schwerpunkt der internationalen Vernetzung.
Hier könnt ihr einen Blick in die Zeitung werfen:

- der bundesweiten Massenzeitung

 

Und hier könnt ihr die Zeitung bestellen.

 

Preise für die Massenzeitungen sind:

(Versand exklusive, Mindestbestellmenge 200 Stück) Preise inkl. 7 % MWSt.

Standard (200 Stück):  50 €

Soli-Preis (200 Stück): 75 €

---

Flyer:

Grad frisch gedruckt, ist auch unser neuer Flyer "Argumente gegen Studiengebühren",
den ihr euch hier anschauen könnt.

Bestellen könnt ihr diesen hier.


Ergebnisse der ABS-Vollversammlung

14. 02. 2010

 

Liebe Bündnispartner_innen, liebe Aktive und Interessierte,

am Wochenende 19. bis zum 21. März 2010 hat unsere Vollversammlung in Leipzig stattgefunden.

Hier ein paar Ergebnisse dieser VV:

Folgende neue BündnispartnerInnen wurden aufgenommen:

- Konferens Thüringer Studierendenschaften

- StuRa Uni Erfurt

- StuRa HTW Dresden

 

Das neue Koordinierungsorgan (ABS-KO) wurde auf der VV neu gewählt und besteht bis zur nächsten VV aus folgenden Strukturen:

 

- StuRa Uni Jena
- GEW LASS Thüringen
- fzs
- Juso HSG Bund
- RefRat HU Berlin
- GEW LASS Hamburg
- AStA FH Nürnberg
- StuRa FH Erfurt
- AStA Uni Paderborn
- KSS
- AStA Uni Münster
- AStA TU Berlin
- LAT NRW
- SDS Bund
- AStA Uni Marburg
- AStA EFH Darmstadt
- Campusgrün Bundesvorstand
- GEW LASS Berlin
- AStA Uni Frankfurt

 

---

 

strukturell Ergebnisse:


Das ABS wird im Rahmen (vor oder nach) der nächsten Vollversammlung einen Trägerverein gründen.

---

Vor jeder VV soll mindestens ein Tag zur inhaltlichen Arbeit und für die Vorbesprechung und bzw. oder der Erarbeitung der Anträge stattfinden.

---

inhaltliche Ergebnisse:


Sollte es zu einer Klage gegen die Betreuungsgebühren für ausländische Studierende kommen, wird das ABS diese unterstützen.

---

Der Aufruf für den Bildungsstreik 2010 wird vom ABS unterstützt: http://www.bildungsstreik.net/

---

Auf der Vollversammlung wurde eine Stellungnahme zu Studiengebühren und Frauen erarbeitet und von der VV verabschiedet:

 

Studiengebühren diskriminieren Frauen


Entgegen den Behauptungen von vielen GebührenbefürworterInnen, sind Finanzierungsprobleme ein entscheidender Grund für die nicht-Aufnahme eines Studiums. Das zumindest belegt die Allensbachstudie „Chancengleichheit“. Die aktuelle Studierendenbefragung der HIS GmbH besagt, dass Studiengebühren als zusätzliche Belastung im Studium im Besonderen Frauen abschrecken. Das Thema Studiengebühren muss also immer mit einer geschlechterspezifischen Dimension reflektiert werden.


Frauen sind durch Studiengebühren vor allem in zwei Bereichen besonders benachteiligt. Erstens verzichten sie aufgrund von finanziellen Nöten öfter auf die Aufnahme eines Studiums als Männer. So gaben 31% der befragten Frauen in der Studierendenbefragung des HIS 2008 an, dass Studiengebühren ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigen und sie somit auf die Aufnahme eines Studiums verzichten. Bei Männern liegt dieser Anteil mit 19% deutlich niedriger. Daran ändern auch insgesamt steigende Studierendenzahlen nichts, denn sowohl Frauen als auch finanziell und kulturell Benachteiligte nehmen überdurchschnittlich oft kein Studium auf. Viel eher steigen die Studierendenzahlen aufgrund der zunehmenden Anzahl erfolgreicher SchulabsolventInnen.


Zweitens ist das Verschuldungsrisiko von Frauen sehr viel höher. Dies hat unterschiedliche Gründe: Frauen verdienen bis heute in gleichen Positionen deutlich weniger, als Männer (Laut dem Statistischen Bundesamt 23,3%) . Deutschland steht dabei im EU-Vergleich überdurchschnittlich schlecht da. Weiterhin sind die
Zugangschancen zu vielen beruflichen Positionen durch die Aufnahme bestimmter Fächer ungleich verteilt. Hier kann es aber keine Lösung sein, nur wirtschaftlich verwertbare Studiengänge, wie z.B. Ingenieursberufe anzutreten, die mehr Macht und Lohn bedeuten. Ein weiterer Grund ist, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt unter
„brüchigen“ Erwerbsbiographien leiden, z.B. durch Schwangerschaft oder Kindererziehung.


Frauen nehmen zudem deutlich häufiger Studienkredite auf (13% zu 9% gegenüber Männern), das liegt u.a. daran, dass Männer durchschnittlich über mehr Erspartes verfügen. Frauen finanzieren ihr Studium meist entweder durch elterliche Unterstützung oder durch Studienkredite. Männer mischen Finanzierungsquellen hingegen mehr.  Eine Studie ergab, dass in Australien, ein Land in dem nachgelagerte Studiengebühren erhoben werden, Männer einen Kredit im Schnitt 17 Jahre zurückzahlen, Frauen würden 51 Jahre brauchen, wenn nicht vorher die Pensionierung bzw. ein Schuldenerlass einsetzen würde.4 (Jackson-Studie).


Die spezifische Benachteiligung von Frauen im Hochschulbereich hängt also eng zusammen mit den Geschlechterverhältnissen im Erwerbsbereich. So verbringen Frauen wöchentlich durchschnittlich 31 Stunden, Männer hingegen 19,5 Stunden mit unbezahlter Arbeit. Erwerbstätig sind Männer wöchentlich 22 Stunden und Frauen 12,5 . Die Gesamtarbeitszeit zwischen den Geschlechtern ist zwar nahezu identisch, allerdings ist jegliche Reproduktionsarbeit unbezahlt. Dies treibt Frauen vermehrt in Teilzeitarbeit, die in Deutschland zumeist schlecht entschädigt und gesellschaftlich wenig anerkannt ist. Die Aufnahme eines Studiums und damit auch eines Studienkredits ist für Frauen folglich ungleich schwieriger und risikoreicher, als für Männer.


Die aufgeführten Zahlen und Argumentationen unterstützen nicht nur die These einer strukturellen Benachteiligung von Frauen im Hochschulbereich, sondern zeigen auch die fatalen Auswirkungen von Studiengebühren auf gleichstellungpolitische Maßnahmen auf, denen sie stark entgegenstehen.


Es ist klar ersichtlich das Studiengebühren zu einer weiteren Selektion führen und Frauen besonders benachteiligt werden. Die abschreckende Wirkung von Studiengebühren und die drohende Schuldenfalle stellen einen Rückschritt in Sachen Gleichberechtigung dar. Für eine geschlechtergerechte Gesellschaft ist es deshalb
unabdingbar, dass Studiengebühren abgeschafft werden, sodass niemand durch die finanzielle Mehrbelastung die Studiengebühren beinhalten von der Aufnahme abgeschreckt wird. Ein Grund mehr für das ABS, die Abschaffung von Studiengebühren zu fordern.


1 http://www.begabtenfoerderungswerk.de/220609_allensbachstudie.pdf Stand: 20.03.2010
2 http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/715/504922/text/ Stand 20.03.2010
3 His Studie 2008
4 Jackson, Natalie: The Higher Education Contribution Scheme – A HECS On The Family? 2002
5 Rüdiger Peuckert „Familien im sozialen Wandel“ 2005

 



Newsletter
blank info